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Viele Gamer, die einen neuen PC zusammenbasteln möchten, stehen seit einiger Zeit vor einem nervigen Problem: Es fehlt an Grafikkarten. Wird das 2022 wieder besser?

Seit mehr als einem Jahr sind Grafikkarten und andere Hardware wie beispielsweise die Playstation 5 wenn überhaupt nur noch sehr überteuert verfügbar. Grund dafür sind hohe Nachfragen sowie Transport- und Produktionsschwierigkeiten. Boomt wieder eine beliebte Kryptowährung, so kaufen Miner alle verfügbaren Grafikkarten weg. Die Unternehmen selbst haben nur wenig Kontrolle über die hohen Preise. Doch wann ist endlich wieder ein Normalzustand in Sicht?

Warum kam es zur Grafikkarten-Knappheit?

Der erste Grund für die steigenden Kosten ist recht simpel. Sehr viele Menschen haben mit Beginn des Corona-Lockdowns Videospiele als neues Hobby für sich entdeckt. Natürlich musste dafür erstmal das richtige Equipment her. Folglich wurden die Regale sowie Online-Shops regelrecht leergekauft. Anfangs war besonders die Nintendo Switch betroffen. Auch Spiele und Peripheriegeräte waren schwerer zu bekommen. Wer sich seinen eigenen PC zusammenbauen wollte, griff zumeist auf eine nigelnagelneue Grafikkarte zurück.

Mit der zunehmenden Nachfrage wurde es für die Hersteller immer schwerer ausreichend und vor allem schnell genug zu produzieren. Viele bekannte Grafikkarten-Anbieter lassen ihre Chips von anderen Unternehmen, meist im asiatischen Raum, herstellen. AMD und NVIDIA arbeiten beispielsweise mit dem taiwanesischen Halbleiterhersteller TSMC zusammen. Bei TSMC herrschen jedoch Produktionsengpässe aufgrund von Ressourcenknappheit, denn auch andere Branchen wie Automobil oder Mobilfunk sind auf diese Technologien angewiesen. Es fehlt jedoch massiv am nötigen Material, um ausreichend Chips für alle gleichzeitig zu produzieren.

Neben den bereits genannten Hauptproblemen verschlimmern zwei Gruppen die Situation zusätzlich. Einerseits sind dies Krypto-Miner, die mithilfe von Grafikkarten reich werden wollen. Diese kauften in den vergangenen Jahren Unmengen an Vorräten auf. Andererseits stellen sogenannte Scalper ein Problem dar. Diese kaufen zumeist eine größere Anzahl an Produkten auf einmal, nur um diese dann gewinnbringend weiterzuverkaufen. Auch das sorgte dafür, dass Privatnutzer nur schwer an neue Produkte kommen konnten.

Ist eine Besserung in Sicht?

NVIDIA teilte ihren besorgten Kunden bereits mit, dass die horrenden Summen nicht für immer so bleiben sollen. Das Unternehmen arbeitet mit allen Mitteln daran, die Preise sobald möglich wieder anzupassen. Leider können sie dies nicht selbst entscheiden, denn zu einem Großteil bestimmt der Markt die Preise. Eine vollständige Erholung ist deshalb erst wieder in Sicht, wenn das Angebot ausreichend aufgefüllt wurde. Doch wann wird das sein?

Die Top-Hersteller arbeiten kräftig an neuen Grafikkarten-Modellen und auch alte Modelle wurden wieder in Produktion gebracht, damit man dem gewaltigen Andrang standhalten kann. NVIDIA reaktivierte hierfür beispielsweise die RTX 2060 und die GTX 1050 Ti.

Mitte 2021 hatte sich die Preislage ein wenig beruhigt und viele dachten, dass sich der Markt nun stetig wieder aufbaut. Anfang 2022 gibt es zwar beispielsweise bei Mindfactory, auch aufgrund vieler Neuveröffentlichungen, wieder Modelle auf Lager, die Preise sind jedoch größtenteils immer noch unbezahlbar. So kostet die erst kürzlich veröffentlichte RTX 3080 12GB stolze 1.699,00 €! Am 27. Januar erscheint mit der RTX 3050 ein neues Modell.Allem Anschein nach gibt es einfach noch nicht genügend Vorräte, damit sich die Preise wieder erholen können. Früher oder später wird dieser Zeitpunkt mit Sicherheit erreicht sein, so jedenfalls die Prognosen und Aussagen der Unternehmen selbst. Einige Hersteller arbeiten bereits daran, neue Modelle weniger attraktiv für Miner zu machen und gleichzeitig die Leistung für Gamer aufrecht zu erhalten. So könnte man einen der Gründe für die Grafikkarten-Knappheit aus dem Weg räumen und auf lange Sicht eine positive Entwicklung der Preise erzwingen.

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